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Allgemein

Rückkehr aus dem Ausland

28. August 2020 - Autor: Stephanie Auras

Seit der Wende sind ca. 800.000 Menschen aus Ostdeutschland abgewandert. Neben den alten Bundesländern war auch das Ausland für viele Arbeitssuchende eine Lebensoption. Zu den beliebtesten Auswanderungs- und Pendlerländern zählen dabei die Schweiz und Österreich. Aber auch andere EU-Staaten wie Norwegen, Italien, Spanien, Tschechien, Niederlande wurden für den ein oder anderen „Elbe-Elsteraner“ zur 2. Heimat. Rückkehr- und Zuzugswillige aus Drittländern wie USA, Chile und Kanada runden unser internationales Beratungsprofil ab.

Seit Gründung unser Willkommensagentur in 2012 beraten wir jährlich um die 100 RückkehrerInnen, ZuzüglerInnen und Pendler. Aus unserem Beratungspool sind meist ca. 10 Prozent der Interessierten aus dem Ausland zurückgekehrt oder nach Elbe-Elster zugezogen bzw. gerade noch im Beratungsmodus. Von der Klavierlehrerin aus Zypern über die Rentnerin aus Paris bis hin zum erfolgreichen Manager aus Kanada – alle sehnten sich mit der Familiengründung oder altersbedingten Umständen nach ihren Familien und Freunden in Deutschland.

Wir haben für Euch mit einigen Experten zu den wichtigsten Beratungsthemen gesprochen und eine kleine Übersicht zusammengestellt:

Krankenkasse

Expertengespräch mit Frau Annett Koßmann (Leiterin Service Zentrum Finsterwalde) von der DAK Gesundheit

Deutschland gehört generell zu einer der best-versorgtesten Krankenkassenländer der Welt. Jeder kann sich nach Beruf und Zielgruppenangebot eine Krankenkasse frei wählen. Der Beitragssatz schwankte in den letzten Jahrzehnten meist zwischen 14 -16 %. Selbstständige und Freiberufliche versichern sich meist privat. Zu den größten gesetzlichen Krankenkassen zählen die AOK, Barmer, IKK, TKK und eben auch die DAK-Gesundheit. Eine Familienkasse u.a. mit regionalem Sitz in Finsterwalde, Senftenberg, Cottbus und Lübben. Frau Annett Koßmann begrüßte uns herzlich in der Filiale in Finsterwalde. Auch sie verspürt einen kleinen Rück- und Zuzugstrend ins ländliche Elbe-Elster. „Was Pflegedienste und Taxitransporte betrifft, sind die Kapazitäten auf dem Land etwas besser als in den Großstädten.“, erzählt uns die Leiterin des Service Zentrum Finsterwalde. Innerhalb der EU ist ein Krankenkassen-Wechsel gar kein Problem. Allerdings ist ein Wechsel nach 55 Jahren oder als Rentner nur bedingt nach einer umfassenden Einzelfall-Prüfung möglich. Grundsätzlich sind ca. 95 % der Leistungen bei allen Krankenkassen gleich. Unterschiede gibt gelegentlich bei der Zahnreinigung oder auch Osteopathie. Die DAK bietet zusätzlich ein MAMA-Budget von 500 Euro bei Schwangerschaft an. Für Rückkehrer und Zuzügler empfiehlt die Expertin sich eine VOR-ORT-Kasse mit Standort-Filiale als Gesundheitspartner auszuwählen. Man hat immer einen Ansprechpartner vor Ort und hängt nicht in lange in einer Service-Hotline fest. Besonders macht sich das bei umfangreichen, sehr speziellen und zum Teil schnell zu bearbeitenden Sachverhalten wie die Einreichung von Schwangerschafts-Rechnungen, Ratschlägen bei der Arztwahl, Arbeitsunfähigkeit, Kurbeantragung oder künstlichen Befruchtung, bemerkbar. „Die Sandwichgeneration hat heutzutage neben den eigenen Kindern auch Eltern oder Großeltern zu pflegen, da ist man über jede Hilfe dankbar.“, betont Koßmann.

Bank & Finanzen

Expertengespräch mit Frau Diana Bartsch (Sparkassenfachwirtin) von Sparkasse Elbe-Elster

Das weltweite Online-Banksystem macht auf dem ersten Blick kaum Änderungen bei der Rückkehr bzw. dem Zuzug nötig. Aber im Zuge einer Kreditaufnahme für Haus & Co stehen meist doch Überlegungen zum Bankwechsel an. “Wir bieten als Vor-Ort-Bank mit 20 Geschäftsstellen im Landkreis Elbe-Elster eine individuelle Betreuung und Beratung in allen Lebenslagen an.”, erklärt Diana Bartsch von der Sparkasse Elbe-Elster. Bei einem Kreditwechsel wird die Kreditwürdigkeit überprüft, um die Umschichtung zur lokalen Bank zu veranlassen. Ob Angestelltenverhältnis oder Selbstständigkeit, eine Erstberatung bei einer lokalen Bankfiliale ist immer empfehlenswert.

Rentenbeiträge & Rente

Expertengespräch mit Denis Mcgee von der Deutschen Rentenversicherung Berlin/ Brandenburg

Viele Rückkehrer und Zugezogene haben jahrelang im Ausland gearbeitet. Wie werden diese Jahre in Deutschland als Rentenbeiträge angerechnet?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt davon ab, in welchem Land gearbeitet wurde. In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz gilt das Europäische Gemeinschaftsrecht. Außerdem hat Deutschland mit vielen Staaten so genannte Sozialversicherungsabkommen geschlossen. Alle anderen Staaten bezeichnet man als vertragloses Ausland.

Für einen Anspruch auf eine deutsche Rente zählen auch bestimmte Zeiten mit, die im Ausland angesammelt wurden. Um die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) für einen Rentenanspruch zu prüfen, werden die deutschen und die ausländischen Versicherungszeiten zusammengerechnet, wenn es Länder sind, in denen Europarecht gilt oder ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde. Umgekehrt berücksichtigen auch Mitgliedsstaaten und Abkommensstaaten die deutschen Zeiten beim Prüfen Ihres Rentenanspruchs im jeweiligen Land.

Versicherungszeiten aus dem In- und Ausland können nur nach einem Recht zusammengerechnet werden. So können die Zeiten entweder nach Europarecht oder über ein Sozialversicherungsabkommen addiert werden, aber nicht über beide.

Beispiel: Haben Sie in Deutschland, Frankreich, Irland und Kanada gearbeitet, können deutsche Versicherungszeiten mit französischen und irischen nach dem Europarecht oder deutsche mit kanadischen Versicherungszeiten nach dem deutsch-kanadischen Abkommen zusammengerechnet werden. Eine Zusammenrechnung aller zurückgelegten Zeiten (deutsche, französische, irische und kanadische) ist nicht möglich. Allerdings wird derzeit aufgrund eines Urteils des Bundessozialgerichts geprüft, ob eine Zusammenrechnung möglich ist.

Ausnahmen bestehen bei neuen Abkommen, die ein Zusammenrechnen aller Zeiten ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist das deutsch-brasilianische Abkommen.

Wer bei Antragstellung weniger als zwölf „ausländische“ Beitragsmonate hat, erhält trotz Zusammenrechnung der Zeiten keinen Anspruch gegen den jeweiligen Träger. Diese Monate werden an den Träger mit der längsten Versicherungszeit abgegeben.

Ich war im Ausland arbeitslos oder in Elternzeit und komme nach Deutschland zurück. Sollte ich mich bei Ihnen melden oder geht das automatisch mit dem Bezug von Sozialleistungen bzw. einer neuen Arbeitsaufnahme?  

Sofern Sozialleistungen bezogen werden sollten Sie sich mit dem zuständigen Sozialversicherungsträger in Verbindung setzen. Wenn Sie eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen kommt es darauf an, ob Sie bereits eine Sozialversicherungsnummer haben. Der Sozialversicherungsausweis wird bei Aufnahme der ersten Beschäftigung ausgestellt. Wer bereits in Deutschland gearbeitet und einen Sozialversicherungsausweis hat, braucht sich nicht bei uns zu melden. Die Sozialbeiträge werden vom Arbeitgeber abgeführt. Bei Namensänderungen oder bei Verlust, können Sie bei uns oder bei der zuständigen Krankenkasse einen neuen Ausweis beantragen.

Was muss man beachten, wenn man als Rentner bzw. Rentnerin nach Deutschland zurückkehrt? Zahlt das EU-Land oder Drittland weiter oder wechselt man zur Deutschen Rentenversicherung?

Grundsätzlich ändert sich zunächst einmal nichts. Sie erhalten die Rente weiterhin über den Träger aus dem EU-Mitgliedsstaat oder Drittland. Aber auch hier kommt es darauf an, was über das europäische Recht, bzw. ein Sozialversicherungsabkommen geregelt ist. Selbstverständlich müssen Sie darauf achten, dass Sie dem zuständigen Versicherungsträger Ihren Umzug und ggf. Ihre neue Kontoverbindung mitteilen. Es ist immer ratsam, sich im Vorfeld eines Umzugs beim Versicherungsträger beraten zu lassen.

Wo kann man sich bei speziellen Anfragen hinwenden? 

Erster Anlaufpunkt ist unsere Internetseite. Dort finden sich viele Informationen und auch eine Übersicht der Verbindungsstellen der Deutschen Rentenversicherungsträger zum Ausland.

Rat und Hilfe erhalten Sie darüber hinaus in unseren Auskunfts- und Beratungsstellen und bei der Versicherung des Landes, in dem Sie einen Anspruch haben.

Übrigens: mit vielen Versicherungsträgern aus anderen Staaten finden regelmäßig internationale Beratungstage statt.

Eine Übersicht finden Sie hier: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SiteGlobals/Forms/BeratertageSuche/DRV/Beratertagesuche_Formular.html?queryResultId=null&pageNo=0

Arbeitslosengeld

Expertengespräch mit Benita Bolze (Agentur für Arbeit, Rückkehrer-Team)

Welche Unterschiede gibt es bei der Beantragung zwischen der Rückkehr aus EU und Drittländern?

Aufgrund von Vorschriften des zwischen- und überstaatlichen Rechts gibt es Ausnahmen von den genannten Grundvoraussetzungen. Wenden Sie sich dazu zur individuellen Beratung an Ihre Agentur für Arbeit.

Wo kann ich mich für individuelle Anfragen hinwenden? 

Nähere Auskünfte zu konkreten Anspruchsvoraussetzungen und Sonderregelungen erteilt Ihnen Ihre Agentur für Arbeit. Die aktuellen Adressen der ausländischen Versicherungsträger finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/download-center-arbeitslos#1478809890068

Dort erfahren Sie unter dem Begriff:

„Adressverzeichnis ausländischer Dienststellen (PD U1, E 301)“, welche Unterlagen die ausländischen Versicherungsträger zur Ausstellung der Bescheinigung PD U1 benötigen.

https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba013155.pdf

https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba013087.pdf

Autoüberführung & Autoummeldung

Expertengespräch mit dem Team der Kfz-Zulassungsbehörde des Landkreis Elbe-Elster

Ein Auto oder ein anderes Fahrzeug ist bei Zuzug oder Rückkehr ins ländliche Elbe-Elster inzwischen für den Alltag unverzichtbar. Viele Großstädter kaufen sich erst in der Region ein Fahrzeug. Andere von Euch möchten ihr geliebtes Auto gerne vom Ausland in die Heimat überführen.

Für eine Kfz-Zulassung im Landkreis Elbe-Elster stehen Euch die Unterscheidungskennzeichen EE (Elbe-Elster), LIB (Bad Liebenwerda) und FI (Finsterwalde) zur Auswahl.

Seit wann gibt es die Internetbasierte KfZ-Zulassung für Elbe-Elster? 

Die Internetbasierte KFZ-Zulassung wird im Landkreis Elbe-Elster seit dem 04.05.2018 angeboten und konnte hier für die Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen und die Wiederzulassung des eigenen Fahrzeuges genutzt werden. Seit dem 08.01.2020 ist dieses Angebot erheblich erweitert worden, da jetzt auch Umschreibungen sowie Wiederzulassungen mit und ohne Halterwechsel sowie Adressänderungen innerhalb des Zulassungsbezirkes möglich sind. Eine Nutzung für den gewerblichen Bereich durch Firmen und Institutionen konnte leider noch nicht umgesetzt werden.

Muss man zur Um- und Anmeldung eine Wohnadresse in Deutschland haben? 

Für die Zulassung bzw. Umschreibung eines Fahrzeuges ist ein Wohnsitz im Zuständigkeitsbereich der Zulassungsstelle erforderlich, der durch Vorlage der aktualisierten Ausweispapiere oder dem Reisepass mit einer aktuellen Meldebescheinigung erfolgt.

Kann man z.B. ein Kennzeichen mit CH behalten, auch wenn man im Landkreis Elbe-Elster lebt? 

Ist in Deutschland ein fester Wohnsitz begründet, besteht für Fahrzeuge die bereits in einem anderen Staat registriert sind, eine Verpflichtung zur unverzüglichen Umschreibung.

Hierfür werden folgende Dokumente benötigt:

• Zulassungsbescheinigung Teil I und sofern ausgestellt Teil II oder die hier zum Fahrzeug ausgestellten ausländische Zulassungsdokumente im Original

• Aktualisierter Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung

• elektronische Versicherungsbestätigung (eVb) der Kfz- Haftpflichtversicherung

• Nachweis über die Hauptuntersuchung (TÜV, DEKRA etc.)

• SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der KFZ-Steuer

Die Zulassungsstelle hat die ausländischen Zulassungsdokumente und ggf. vorhandene Kennzeichen einzuziehen und für mindestens 6 Monate aufzubewahren.

Gibt es Automarken, die hier nicht zugelassen werden? USA oder so? Wie funktioniert dann eine mögliche Überführung?

Besteht für ein Fahrzeug eine EG-Typgenehmigung und war dieses bereits in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum in Betrieb, ist vor der Zulassung eine Untersuchung nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (Hauptuntersuchung/ TÜV) durchzuführen und nachzuweisen. Ob eine Typgenehmigung vorliegt oder nicht ist bei den EU- einheitlichen Fahrzeugdokumenten an den Eintragungen im Feld Buchstabe „K“ und in Feld „6“ zu erkennen, in der Regel ist hier zum Fahrzeug auch eine EG- Übereinstimmungsbescheinigung bzw. ein Certificate of Conformity (COC) ausgestellt.

Liegt keine EG-Typgenehmigung vor und sind aus den vorhandenen ausländischen Dokumenten nicht alle erforderlichen technischen Angaben ersichtlich, ist hier ein Gutachten zur Erlangung einer Betriebserlaubnis nach § 21 StVZO erforderlich. Häufig ist dies bei eingeführten Fahrzeugen aus Canada oder den USA erforderlich, die teilweise durch Umbaumaßnahmen an die Bau- und Betriebs-vorschriften der Straßenverkehrs- Zulassungsverordnung (StVZO) angepasst werden müssen oder hierzu Ausnahmegenehmigungen benötigen. Genaue Auskünfte erhält man hier bei den technischen Prüfstellen für den Kraftfahrzeugverkehr oder in spezialisierten Werkstätten.

Für die Überführung von Fahrzeugen bestehen keine einheitlichen Bestimmungen, hier sind die im Herkunfts- bzw. Bestimmungsland geltenden Vorschriften zu beachten, insbesondere ist für Fahrzeuge aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ein Nachweis zur Abgabenrechtlichen Behandlung durch die Finanz – bzw. Zollbehörde erforderlich.

Wie Ihr ein Auto ummeldet erfahrt Ihr hier:

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Video/Download/so-geht-ikfz-umschreiben.mp4?__blob=publicationFile

Bei individuellen Anfragen empfehlen wir die Webseite:

https://ikfz.brandenburg.de/ikfz/de/kfz-zulassungsbehoerden/ee-elbe-elster/

Interview mit Familie Wegner aus Herzberg/ Elster, welche 2018 von Österreich in den Landkreis Elbe-Elster gezogen sind

Susanne Wegner: Stadtmarketing Herzberg, derzeit in Elternzeit, Rückkehrerin

Markus Wegner: Firmeninhaber hafenjunge, LUG2 Betreiber, Zugezogener

Wann und warum hast du Dich damals für ein Leben im Ausland entschieden? 

Susanne: (Rückkehrerin) Nach dem Abitur wollte ich erst einmal möglichst weit weg von zu Hause. Nicht, weil es daheim nicht schön war, sondern weil mir meine Eltern immer geraten haben, raus in die Welt zugehen und Erfahrungen zu sammeln. Dass es dann Dänemark geworden ist, war eher ein Zufall. Ich hatte mich recht spontan für den Studiengang „Interkulturelle Kommunikation“ an der Uni Flensburg beworben. Dass der Bachelor komplett an der Partneruni in Dänemark stattfindet, hatte ich irgendwie überlesen und so fand ich mich ein paar Wochen nach der Aufnahme an der süddänischen Ostseeküste wieder. Nach dem Studium mit Aufenthalt in Portugal bin ich dann für ein weiteres Studium nach Österreich gezogen. Was nur für die Dauer des Studiums geplant war, wurde dann doch für 13 Jahre so etwas wie die zweite Heimat.

Wie hast du dich eingelebt und wie oft warst du zu Besuch in Deutschland?

Susanne: (Rückkehrerin) In Dänemark habe ich mich schnell eingelebt. Geholfen hat da wahrscheinlich der Schnaps, den wir gleich am ersten Tag in der Carlsberg Aula (ja, die Uni wurde von einer Biermarke gesponsert) bekommen haben. Auch in Österreich hat das studentische Umfeld geholfen ersten Anschluss zu finden. Man muss sich als Deutsche in Wien halt gefallen lassen, dass man auch nach Jahren noch lustige österreichische Wörter wie „Oachkatzlschwoaf“ sagen und über Piefkewitze lachen muss. Im Schnitt war ich im Jahr dreimal Zuhause: Weihnachten, Ostern und Geburtstag.

Wie kam es zur Rückkehr/ zum Zuzug?

Markus: (Zuzügler) Schon vor der Geburt von Hilda, haben Susi und ich nach Häusern im Umland von Wien gesucht, weil wir ins Grüne wollten. Die Suche hat sich dann bis nach Flensburg an die dänische Grenze ausgedehnt. Bei Besuchen in Herzberg habe ich die Region lieben gelernt und irgendwann habe ich dann Susi gefragt:„Warum eigentlich nicht Herzberg?“ Die Geburt von Hilda und die Nähe der Großeltern in Herzberg hat uns dann noch bei der Entscheidung bestärkt.

Susanne: (Rückkehrerin) Es war auch gar nicht wirklich ein fixer Plan, sondern es haben sich dann einfach ein paar Dinge ergeben, die die Entscheidung beschleunigt haben. Ende 2017 zeichneten sich Jobmöglichkeiten ab, wir bekamen die Möglichkeit ein tolles Häuschen mit Garten zu mieten und wir trafen interessante Leute, die uns bestärkten in die Region zurückzukehren. Erster Anlaufpunkt waren die Rückkehrertage, bei denen wir die Initiative Comeback Elbe-Elster kennenlernten.

Welche Herausforderungen musstet ihr meistern?

Susanne: (Rückkehrerin) Für mich war die Herausforderung die Rückkehr nicht als Rückschritt zu sehen, sondern als neuen Lebensabschnitt.

Markus: (Zuzügler) Kann man kurz zusammenfassen: Haus, Job, Kita.

Markus, du bist auch mit deiner Firma umgezogen. Eine noch größere Herausforderung, wie sich im Nachhinein herausstellte, oder? 

Markus: (Zuzügler) Ich muss gestehen, bei mir waren alle ratlos. Ich wollte meine Firma (Einzelunternehmen) von Österreich nach Deutschland mitnehmen und es konnte nicht geklärt werden, wie das steuertechnisch möglich ist. Das Finanzamt in Österreich gab die Auskunft, dass ich nur eine Zweigstelle gründen könnte und im schlimmsten Fall doppelte Steuererklärungen für Österreich und Deutschland machen müsste. Da ich noch viele Kunden Österreich habe, hätte ich deren Dienstleistungen in Österreich abrechnen müssen und für die deutschen Kunden in Deutschland. Letztendlich blieb nur übrig die Firma in Österreich gänzlich aufzulösen und in Deutschland neu zu gründen. Achtung: Falls Eintragungen ins Handelsregister oder Firmenbuch (Österreich) vorhanden sind, diese unbedingt rechtzeitig anpassen bzw. löschen lassen.

 
Auszug "GEWOHNT GUT - Wohnmagazin der Wohnungsbaugesellschaft Elsteraue mbH"
*Auszug "GEWOHNT GUT - Wohnmagazin der Wohnungsbaugesellschaft Elsteraue mbH"

Elbe-Elster – New Work

29. April 2020 - Autor: Stephanie Auras

New Work in Elbe-Elster

Landleben und kreative Digital Jobs sind auch im Elbe-Elster-Land schon lange kein Widerspruch mehr. Für viele hochqualifizierte und sehr spezialisierte Rückkehrer*innen und Zuzügler*innen ist es vielleicht „die“ Möglichkeit, in Ihre Heimat zu ziehen und trotzdem, weiterhin bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber außerhalb von Elbe-Elster beschäftigt zu sein. UNSER TIPP: Stellt einfach einen Home-Office-Antrag oder Versetzungsantrag in einen Coworking Space. Ein Versuch ist es wert! Meist wird es dann am Ende vielleicht eine Kombination aus Pendeln, Home-Office und mobilem Arbeitsplatz. Mit den neuen IC-Verbindungen von Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda ist man innerhalb einer Stunde in Berlin und schnell in allen anderen Bundesländern zu möglichen Präsenz-Bürotagen.

Home-Office in Elbe-Elster

Hier richtet meist der Arbeitnehmer einen festen Arbeitsplatz in seinem Zuhause ein. Der Arbeitgeber sorgt in der Regel für das Equipment und die technischen Rahmenbedingungen. Um gutes Home-Office zu praktizieren, empfiehlt sich ein separates Zimmer bzw. ein abgetrennter Bereich. Wie Home-Office funktionieren kann und wann nicht, erfahrt Ihr jetzt im Interview mit Andreas Dohmel aus Lindthal, der inzwischen seit einigen Jahren teilweise im Home-Office arbeitet.

Interview mit Andreas Dohmel aus Lindthal

Senior Manager im Internen Kontrollsystem – Steuerung / Compliance & Integrität
Volkswagen Financial Services AG, Standort Braunschweig

Du lebst mit deiner Familie in Lindthal, arbeitest dort zum Teil im Home-Office und nicht an deinem Arbeitsort Braunschweig. Warum ist dir Heimat so wichtig?
Seit meiner Geburt ist Lindthal mein Hauptwohnsitz – und das sehr gern. Ich schätze an meinem Heimatort, wie er sich über nun fast 4 Dekaden sanft entwickelt hat. Er ist zwar kein Hotspot im Süden Brandenburgs, aber beschaulich und gut gepflegt. So ganz ohne Attitüde also. Das Gras darf mal länger stehen und ein Vorgarten des Grauens ist nicht nötig. Wir leben in dörflicher Gemeinschaft gut zusammen, gestalten als Lindthaler viele Dinge in Eigenregie und kennen uns (fast) alle persönlich. Von meinen Eltern kenne ich es gar nicht anders, als das Dorfleben mitzugestalten und für Dinge einzustehen, die auch schwierig sein können. Daher zog es mich auch vor kurzem in die Kommunalpolitik. Denn wir machen hier das Licht nicht aus, sondern halten es am Leuchten. Wesentlich länger bin ich in der Kirchengemeinde Massen ehrenamtlich aktiv, organisiere Veranstaltungen, kümmere mich um die Finanzen, die Öffentlichkeitsarbeit und vertrete die Gemeinde in weiterführenden Gremien. Den Glauben möchte ich als weiteren Anker anbieten, ohne ihn aufzudrängen.
Berlin und Braunschweig als meine Zweitwohn- und Arbeitsorte finde ich total spannend und eine persönliche Bereicherung. Sie sind keine Orte, die nur aufgrund ihrer Größe und Angebote als „der bessere Wohnort“ gelten können. Sie bieten für mich lediglich einen Zugang zum Anderssein – anders wohnen, anders leben, anders feiern, anders denken usw. Letztlich zeigt es nur, wie bunt unsere Welt ist und dass eine weltoffene Einstellung nicht vor dem Dorf Halt machen braucht. Hier ist es auch nicht anders, sondern nur auf kleiner Flamme. Daher muss ich immer schmunzeln, wenn Bekannte über manche Ideen oder Erzählungen schlussfolgern: „Ach ja, Berlin…!“

Seit wann, wie und warum arbeitest du im Home-Office?
2011 startete ich mit einem sporadischen Tag in der Woche. Den vereinbarte ich immer individuell mit meinem damaligen Chef. Bis dato fuhr ich täglich mit dem Zug von meinem Zweitwohnsitz Berlin nach Braunschweig. 2012 wurde dieser eine Tag zur Regel. Nach einem Unfall Anfang 2014 startete ich im Herbst 2014 nach medizinischer Indikation mit zwei Homeoffice-Tagen pro Woche. Das war nicht nur in der Organisation der Arbeitsabläufe schwierig. Auch im Unternehmen gab es zu dieser Zeit keine grundlegenden Richtlinien für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Freiwilligkeit war hier eher ein Hemmnis. Das hat sich bis heute sowohl technisch als auch kulturell im Unternehmen sehr positiv entwickelt. So führen wir in unserer Abteilung schon seit langem unsere Besprechung entweder durch Zuschalten der Kollegen im Homeoffice per Telefon oder Skype.

Was sind die Vorteile?
Für mich ist die freie Zeiteinteilung ein großer Vorteil. Ich kann mich je nach Notwendigkeit, aber auch persönlichem Befinden meinen unterschiedlichsten Aufgaben widmen. Als Frühaufsteher habe ich morgens bereits die aufgelaufene Korrespondenz erledigt oder nutze die Zeit für zeitintensive technische Dinge, die ich für meine Abteilung auch betreue. Zur Kernarbeitszeit bietet sich ausreichend Raum für den Austausch mit Kollegen. Ohne Zweifel ist aber der Entfall der Reisezeit zu nennen, obwohl ich unheimlich gern mit der Bahn unterwegs bin. Schnell bin ich auch im Feierabend und in der Erholung: Kleidung wechseln und eine Etage tiefer ist die Arbeit schon wieder weit weg.

Gibt es trotzdem Herausforderungen?
Der Start war unheimlich schwer für mich. Zum einen schien ich aus dem Büroalltag und von meinen Kollegen völlig abgeschnitten. Die Abwesenheit war gleichgesetzt mit einer unsichtbaren Kommunikationsblockade. Zum anderen fühlte ich mich im Homeoffice immer getrieben: Bin ich ausreichend erreichbar? Darf ich das Telefon in meiner Mittagspause mal klingeln lassen? usw. Schwierig ist, dass du im Büro oder beim Gang über den Flur die Kollegen als anwesend wahrnimmst. Zu Hause siehst Du „nur“ den Status im Skype, den zu zeigen obendrein noch freiwillig ist. Anrufe landen oft im Leeren. So ist eine Mail oder eine andere Rückrufbitte oftmals zielführender. Allerdings reißt einen das häufig aus dem Arbeitsrhythmus.
Nach nunmehr sechs Jahren mit zwei Tagen Homeoffice sind diese Fragen geklärt und ich bin innerlich ruhiger im Umgang mit Zweifeln. Das liegt aber im Wesentlichen am Rückhalt durch meine Führungskraft und die Art und Weise der Zusammenarbeit im Team und in der Abteilung.

Vor zwei Jahren warst du mal im Mini-Coworking Space „Dein Arbeitszimmer“ bei Comeback Elbe-Elster zu Gast. Wie kam es dazu?
Nach Stromschwankungen war unser Telefonnetz im Ort ausgefallen. Eine Mobilfunkabdeckung gibt es nicht. Das bedeutet für mich, dass ich meinen Vorgesetzten unverzüglich zu informieren und mit ihm Maßnahmen abzustimmen habe. Mir kam in den Sinn, dass in Finsterwalde ein Coworking-Space existiert, ich mich aber noch nie damit befasst hatte. Da ich Maria kenne, nahm ich Kontakt zu ihr auf und bat um kurzfristigen Unterschlupf. Ich durfte damals den Schreibtisch von Stefan nutzen, der an diesem Tag nicht im Office war. Schwierig ist allerdings nach wie vor, dass ich zum Telefonieren nach draußen gehen muss und meine Unterlagen nicht einsehbar sein dürfen.

In Corona-Zeiten wird Home-Office gesellschaftsfähig und alltagstauglich. Nur eine Phase oder die Zukunft?
Für mich ist das Homeoffice bzw. FlexWork, wie es bei uns genannt wird, wenn der Arbeitnehmer seine eigene Ausstattung im Arbeitszimmer nutzt, schon längst alltagstauglich. Selbst wenn ich unterwegs bin, kann und darf ich unter Beachtung unserer Vertraulichkeitsvorschriften arbeiten. Für alle, die direkt mit Menschen arbeiten oder in der Produktion tätig sind, im Transportwesen beschäftigt sind oder im Handel direkten Kundenkontakt haben müssen, bleibt diese Arbeitsform sicher kaum umsetzbar. Allen anderen bietet sie persönliche Freiheit, von der der Arbeitgeber durch ausgeglichenere und leistungsfähigere Mitarbeiter*innen profitiert.

Coworking in Elbe-Elster

In den Großstädten ringsum – Berlin, Dresden, Leipzig – ist Coworking seit Jahren etabliert, doch immer mehr Menschen ziehen zurück aufs Land, oder gründen auf dem Land, oder sind von Zuhause aus tätig und suchen nach dem passenden Büroraum. Wir stellen euch drei Kreativorte in Elbe-Elster vor, in denen ihr modern und in guter Gesellschaft New Work betreiben könnt. (Stand April 2020)

Dein Arbeitszimmer in Finsterwalde

Standort: mitten im Zentrum von Finsterwalde, Nebenstraße, unweit von der Post, Rathaus und Mittagsversorgern
Betreiber: Generationen gehen gemeinsam (G3) e.V. in Kooperation mit der Willkommensagentur Comeback Elbe-Elster und der Geschäftsstelle „Ankommen in Brandenburg“
Preise und Leistungsumfang:
Dauer-Coworker: 99 EUR/ Monat; Schreibtisch mit Arbeitsleuchte; eigener Schlüssel für 24/7; fixer Platz mit Schrank, WLAN
Kurzzeit- und 1-Tages-Coworker: Anfrage bei Bedarf
Ausstattung: 2 Arbeitsplätze; kleine Beratungs- und Versorgungsecke, WC
Kontakt:
Verein „Generationen gehen gemeinsam“ (G3)
An der Schraube 26
03238 Finsterwalde
+49 3531 718288
info@gdrei-web.de
www.comeback-ee.de/dein-arbeitszimmer

LUG2 in Herzberg/Elster

Standort: mitten im Zentrum von Herzberg, Nebenstraße, unweit vom Rathaus und Mittagsversorgern
Betreiber: hafenjunge markus wegner, design, grafikdesign & webservices
Leistungsumfang und Preise:
Dauer-Coworker: 150 EUR/ Monat, Schreibtisch mit Arbeitsleuchte, eigener Schlüssel für 24/7, fixer Platz mit Schrank, WLAN
Kurzzeit-Coworker: 10-Tages-Block 99 EUR, Platz am Kurzzeittisch, WLAN
1 Tages-Coworker: 15 EUR / Tag, Platz am Kurzzeittisch, WLAN
Ausstattung: 4 Arbeitsplätze, Kurzzeit-Coworker-Ecke auch als Tagungsraum nutzbar, Küche, WC
Kontakt:
LUG2 Coworking
Kirchstraße 10
04916 Herzberg (Elster),
+49 151 25745217
info@lug2-coworking.de
www.lug2-coworking.de

Meet@Work in Bad Liebenwerda

Standort: mitten im Zentrum von Bad Liebenwerda, unweit von Mittagsversorgern
Betreiber: IHK Regionalcenter Elbe-Elster
Leistungsumfang und Preise:
Dauer-Coworker: (noch) kostenlos, da bis Ende Juni 2020 Schnupperphase, Schreibtisch, eigener Schlüssel für 24/7, fixer Platz mit Schrank, WLAN, Drucker
Kurzzeit-Coworker: Platz am Kurzzeittisch, WLAN
Ausstattung: 6 Arbeitsplätze, Kurzzeit-Coworker-Ecke auch als Tagungsraum nutzbar, Küche, WC
Kontakt:
meet@work / IHK Regionalcenter
Burgplatz 1
04924 Bad Liebenwerda
+49 355 365 3300
stefanie.richter@cottbus.ihk.de

Noch ein Geheimtipp – Coworking in Doberlug-Kirchhain

Die Stadt Doberlug-Kirchhain entwickelt derzeit ein Konzept zur Revitalisierung des Bahnhofsgebäudes, das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt. Im Bahnhof stehen vom Erdgeschoss bis zur 2. Etage über 800 qm2 Nutzungsfläche zur Verfügung. Auch hier soll ein Coworking-Bereich im 1. Obergeschoss mit ca. 93 qm2 für Kreativschaffende, Freiberufler und Gründer entstehen.
Mehr Informationen dazu unter: www.bahnhof-doki.de

Elbe-Elster – Platz für die Kleinsten

27. August 2019 - Autor: Anke Robert

Die Umzugsplanungen sind in vollem Gange: Bewerbungsgespräche sind abgeschlossen und die neue Wohnung oder das künftige Haus wurden gefunden. Spätestens mit dem neuen Wohnort im Blick und dem Umzugstermin im Kalender wird es Zeit, die Kinderbetreuung zu klären.

Wohin mit den Kleinen

In Elbe-Elster sind 97,4% aller Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahren in einer privaten oder öffentlichen Kindertageseinrichtung, damit liegt die Betreuungsquote des Landkreises über dem Brandenburger Durchschnitt von 94,2%.
Eltern können aus einem breiten Angebot von Kindertagesstätten wählen – was es nicht immer einfacher macht. Wir helfen euch dabei, einen Überblick zu bekommen. Wo und wie findet man Kindertagestätten in Elbe-Elster und welche Formalien müssen eingehalten werden, um einen Kita-Platz aus der Ferne zu beantragen? Comeback Elbe-Elster hat sich in den Städten und Kommunen umgehört und die zentralen Fragen zum Thema Kinderbetreuung in Elbe-Elster gestellt. (Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Kindertagesbetreuung regional 2019 PDF).

Kommunale oder freie Trägerschaft

Beides ist im Landkreis üblich. Viele Kommunen bieten beide Modelle nebeneinander an, die Wahl liegt also bei den Eltern, für welchen Träger sie sich entscheiden. Größere Initiativen wie bik e.V. (Berliner Institut für Kleinkindpädagogik) oder das Deutsche Rote Kreuz betreiben Kindertagesstätten ebenso wie speziell gegründete Vereine, z.B. der Elternverein „Wichtelland” Münchhausen e. V. Eine sehr gute Übersicht (keine Garantie für Vollständigkeit) über die Kindertagesstätten im Landkreis bietet die Seite kitanetz.de.

Wie ist die Auslastung

Aus unserer Erfahrung zeigt sich, dass Rückkehrer aktuell einen Kita-Platz im Landkreis finden. Die Stadt Elsterwerda vermeldet zum 1. Juni 2019 beispielsweise einen Auslastungsgrad von 85% in der Gesamtheit der Kitas. Befragte Kommunen bestätigten uns, dass auch kurzfristig Kitaplätze verfügbar sind – jedoch nicht in allen Fällen immer in der Wunsch-Kita und direkt im gewünschten Ortsteil. Es gibt ausgewählte Kitas, die aktuell voll ausgelastet und gegebenenfalls nur per Warteliste erreichbar sind, dort muss eventuell ein Fahrweg in die nächste Kita in Kauf genommen werden.

Wer ist der richtige Ansprechpartner

Die Ansprechpartner sind abhängig vom Träger: bei freien Trägern empfiehlt es sich, den direkten Kontakt zur Leitung der Wunsch-Kita zu suchen. Kommunale Kitas können ebenfalls direkt kontaktiert werden, oft gibt es aber auch bei der Kommune einen zentralen Ansprechpartner, der gebündelt Informationen zu allen kommunalen Kindertagesstätten zur Verfügung hat. Das spart Zeit.
Die Leitung der Kindertagesstätten hat einen Überblick über die aktuelle Auslastung und kann Informationen zum pädagogischen Konzept und der Ausstattung der Einrichtung geben. Außerdem kann gegebenenfalls ein Besichtigungstermin vereinbart werden. Erste Informationen zu den Kitas, Kapazitäten und Altersstruktur stehen häufig bereits auf den Internetseiten der Kommunen zur Verfügung.

 

Übersicht Kitas und Online-Informationen:
Amt Kleine Elster
Amt Plessa
Amt Schradenland
Bad Liebenwerda
Doberlug-Kirchhain
Elsterwerda
Falkenberg/Elster
Gemeinde Röderland
Mühlberg
Schönewalde
Sonnewalde
Uebigau-Wahrenbrück

Wie erfolgt die Platzvergabe und Anmeldung

Je nach Ort erfolgt die Vergabe entweder dezentral und damit in jeder Kita individuell oder zentral über die Kommune. Eine dezentrale Verteilung erfolgt unseren Informationen nach in den Städten Herzberg und Elsterwerda sowie außerdem bei allen freien Trägern. Hier muss also jede Kita individuell angefragt werden. In Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Plessa, Gemeinde Röderland, Amt Kleine Elster und Sonnewalde erfolgt die Vergabe und Anmeldung direkt über die Stadt/das Amt.

Kommunale Ansprechpartner (Auswahl):
Amt Kleine Elster: Herr Weser, Tel.: (03531) 78242
Amt Plessa: Susann Matthes, Tel. (03533) 480614, E-Mail: susann.matthes@plessa.de
Doberlug-Kirchhain: Gabriele Bielawny, Tel.: (035322) 39133, E-Mail: gabriele.bielawny@doberlug-kirchhain.de
Finsterwalde: Sylke Lorper, Tel.: ( 03531) 783 832, E-Mail: schulamt@finsterwalde.de
Gemeinde Röderland: Marion Ereth, Tel: (03533 ) 4838-28, E-Mail: m.ereth@gemeinde-roederland.de
Sonnewalde: Bianca Schlenkhoff, Tel.: (035323) 63113, E-Mail: personalamt@stadt-sonnewalde.de

Eine erste Vormerkung (ohne Anmeldegarantie) beim Träger ist häufig bereits möglich, sobald ein konkreter Umzugstermin vorliegt. Dieser sollte dem Träger zum Zwecke der Vorplanung zeitnah mitgeteilt werden. Eine formelle Anmeldung kann unseres Wissens erst mit Wechsel des Wohnortes erfolgen. Anträge für die Aufnahme in die Kindertagesstätte sind bei den Trägern erhältlich (digital oder per telefonischer Abfrage).

Kosten

Jede Kommune hat ihre eigene Gebührensatzung. Als Grundlage der Berechnung der Betreuungsgebühren werden das Elterneinkommen, die Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder, das Alter der Kinder sowie der Betreuungsumfang herangezogen. Oft erfolgt eine Staffelung, die durch einen Höchstbeitrag gedeckelt ist. Zum Vergleich: in der Stadt Sonnewalde liegt der monatliche Höchstbetrag für die Betreuung eines 0-3-jährigen Kindes für 6 Stunden bei 230,00€, im Amt Plessa bei 131,47€. Kindergartenbeiträge für Kinder ab 3 Jahren sind geringer. Bitte beachtet: dies ist nur ein Beispiel, Faktoren wie eine längere Betreuungszeit oder Geschwisterkinder führen zu einer Abweichung der Beträge. Die Berechnung erfolgt in jedem Fall individuell. Alle Tabellen und Gebührensatzungen könnt ihr auf den Internetseiten der Kommunen einsehen.

Noch Tipps?

Schaut rechtzeitig, welche Kitas es im Umkreis eures neuen Wohnortes gibt. Vielleicht bietet ein Ortsteil ein pädagogisches Konzept, das euch besonders anspricht– wie zum Beispiel die Kneipp-Kita „Knippelsdorfer Wassertröpfchen“ in Schönewalde/Knippelsdorf oder der oder der Naturkindergarten „Schwalbennest“ in Bad Liebenwerda/Möglenz.

Nehmt einfach Kontakt auf zur Kitaleitung oder den kommunalen Ansprechpartnern und informiert euch über die Belegungszahlen, vereinbart Besichtigungstermine oder lasst euch auf die Warteliste setzen. Wir wünschen euch viel Erfolg!